Prinz Georg von Preußen kam am 12. Februar 1826 auf Schloss Jägerhof bei Düsseldorf zur Welt und verbrachte dort auch seine Jugend. Seine große Leidenschaft galt weniger dem Militär als vielmehr den Künsten, allen voran der Musik und dem Theater. Er selbst spielte ausgezeichnet Klavier und schrieb Dramen, die unter einem Pseudonym aufgeführt wurden. Zudem besaß er eine beachtliche Privatbibliothek, die ca. 11.000 Bände umfasste.
Bereits vor seinem Tod – er starb am 2. Mai 1902 in Berlin – hatte Prinz Georg 1894 testamentarisch verfügt, dass seine Bibliothek geschlossen in den Besitz der Universitätsbibliothek Bonn übergehen soll.
Die Prinz-Georg- Bibliothek (PGB) wurde nach ihrem Eingang in die ULB in 41 Sachgruppen unterteilt und mit eigener Signatur geschlossen aufgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten ca. 1.000 Bände als Kriegsverlust verzeichnet werden. In den Jahren 2008 bis 2010 wurden die verbliebenen Druckschriften neu katalogisiert. Das handschriftliche Material – darunter vor allem die Musikalien – wurde 2010 ebenfalls vollständig katalogisiert und ist in Kalliope nachgewiesen. Weitere Links und Informationen finden sich auf unseren Sammlungsseiten.
Dass Prinz Georg seine Privatbibliothek der ULB übergeben hat, mag auch daran gelegen haben , dass er ein Semester (WS 1843/44) lang Jura an der Bonner Universität studiert hat.
Im Laufe seines 200. Geburtstagsjahres wird die ULB einige seiner Sammlungsstücke auf den Sammlungsseiten vorstellen. Wie immer lohnt sich ein Blick auf unsere Neuigkeiten.