Friedrich Wagner wurde am 10.01.1906 in Offenbach am Main als Sohn des Chemikers Karl Wagner und dessen Ehefrau Paula, geb. Pfeffer, geboren.
Ab Sommer 1925 studierte er in Marburg, München, Heidelberg, Palermo und Paris Soziologie und Staatslehre, Germanistik, Geschichte, Philosophie und Romanistik. Er promovierte im Januar 1933 in Heidelberg bei Arnold Bergstraesser und Alfred Weber in den Hauptfächern Soziologie und Staatslehre über die Nachwirkungen Dantes auf die Staats- und Kirchenidee in Deutschland bis 1699. Seine Habilitierung zum Dr. phil. habil. folgte im Januar 1938, die Lehrprobe ein Jahr später.
Unterbrochen durch den Kriegsdienst lehrte Friedrich Wagner von 1939 bis 1943 als Privatdozent für Staatswissenschaften und Staatsphilosophie an den Universitäten Heidelberg und München; anschließend erhielt er einen Lehrstuhl für Staats- und Kulturphilosphie an der Universität Berlin.
In den Nachkriegsjahren arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Institutionen in Hannover, Bad Godesberg, Kiel und Bonn und als Dozent und freier Wissenschaftler.
In seinen Schriften befasste sich Friedrich Wagner zunächst mit Fragen der französischen Geschichte und mit Raumforschung. In seinen späteren Jahren wandte er sich vermehrt akuteren Themen zu und behandelte die Problematik der Atomenergie und die ethischen Fragen der Genmanipulation.
Friedrich Wagner war seit 1947 mit Maria-Ebba, geb. Pfeffer, verheiratet, mit der er zwei Kinder, Dietrich und Cornelie, hatte. Er starb am 17.12.1974 nach langer Krankheit in Bonn.
Seinen Nachlass erhielt die ULB Bonn aus Familienbesitz.
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